Principal Investigator
PhD. Hanna Allerkamp
Medizinische Universität Graz
GRIP: GLP-1 Receptor Agonists In Preeclampsia Therapy
Präeklampsie ist eine schwere Schwangerschaftskomplikation, die mit Bluthochdruck und Organschäden einhergeht und weltweit Millionen Frauen betrifft. Trotz intensiver Forschung ist eine frühe Entbindung bislang die einzige „Heilung“. Zudem erhöht Präeklampsie langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen bei Mutter und Kind.
GRIP untersucht einen neuen Ansatz zur Behandlung von Präeklampsie mithilfe von Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1)-Rezeptoragonisten wie Ozempic. Diese Medikamente können die Gefäßgesundheit und den Fettstoffwechsel verbessern sowie Entzündungen reduzieren—Schlüsselfaktoren, die bei Präeklampsie gestört sind. Ziel ist es zu testen, ob GLP-1-Rezeptoragonisten die Funktion von Plazenta und Blutgefäßen in Präeklampsie wiederherstellen können.
In einer Kooperation zwischen MedUni und TU Graz verbinden wir dazu klinische Daten mit modernen Technologien. In der Schwangerschaftskohorte PregWin analysieren wir GLP-1-Level im Zusammenhang mit metabolischen Veränderungen. Um die Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente zu testen, entwickeln wir ein humanes 3D „Mini-Plazenta“-Modell. Um die Auswirkungen auf die Kommunikation von Plazenta und Fettgewebe mit mütterlichen Blutgefäßen zu erforschen, werden während Kaiserschnitten gespendete Gewebeproben in ex-vivo-Systemen untersucht. GRIP soll so einen neuen Weg für Behandlungsstrategien bei Präeklampsie ebnen. Darüber hinaus wird es die Grundlage für eine neuartige präklinische Pipeline schaffen, um zukünftig weitere Medikamente zur Behandlung von Schwangerschaftskomplikationen zu testen.
Projektförderung
Förderung EUR 499.221,-